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Tübinger Brustzentrum
nach DKG/Dt. Ges. für Senologie rezertifiziert:
Die Zertifizierung ist eine interdisziplinär-kooperative Fleißaufgabe: aber wenn alle Kooperationspartner wollen, funktioniert es!


Februar 2004
Das hat die wissenschaftliche und fachliche Überprüfung nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Senologie und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sowie die Überprüfung des Qualitätsmanagements durch den TÜV ergeben. Damit ist es nach einjährigem Betrieb als erstes Brustzentrum in Deutschland rezertifiziert und wird weiterhin den Titel "Zertifiziertes Brustzentrum" tragen.

Nach einem Jahr – so die Vorgabe der Fachgesellschaften – muss eine erneute fachliche und wissenschaftliche Kontrolle von Dt. Ges. für Senologie und DKG sowie die des Qualitätsmanagements durch – zum Beispiel den TÜV – stattfinden. Bei der Rezertifizierung sind die Anforderungen für ein Brustzentrum deutlich höher als für das Erst-Zertifikat. Denn hierbei sind die Maximalanforderungen zu erfüllen. Entscheidend für die Rezertifizierung ist beispielsweise, ob alle erforderlichen Daten dokumentiert wurden oder wie hoch die Zufriedenheit der behandelten Patientinnen war. Die beteiligten Operateure – Chirurg oder Onkologe – müssen für das Vorjahr wenigstens 50 Brustoperationen belegen können. Mindestens 30 Prozent der Patientinnen sind im Rahmen wissenschaftlicher Studien zu behandeln. Auch der Anteil an brusterhaltenden Therapien (BET) steht für die Qualität. So ist zum Beispiel ein Kriterium die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Gefordert sind gemeinsame Fall-Besprechungen für mindestens 50 Prozent der Fälle. Das Brustzentrum Tübingen geht mit 100 % besprochener Fälle deutlich über die bestehenden Maximalanforderungen hinaus. Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft
für Senologie, setzt sich dafür ein, die bestehende Richtlinie in dieser Hinsicht zu ändern. "Allen zu behandelnden Frauen soll die gesamte zur Verfügung stehende Kompetenz eines Brustzentrums zugute kommen. Es gibt nun keinen Grund, die Hälfte der Patientinnen davon auszuschließen", erklärt Professor Wallwiener. Nur so werde man den Frauen gerecht. Mit dieser Forderung stimmt die Deutsche Gesellschaft für Senologie auch mit der European Society of Mastology (EUSOMA) überein.

Eine Zertifizierung setzt sich immer aus mehreren Schritten zusammen: Im Rahmen der  Vorzertifizierung wird das Brustzentrum anhand eines Erhebungsbogens bewertet, beziehungsweise gibt damit eine Selbstauskunft. Anschließend erfolgt die Zertifizierung des Qualitätsmanagements zum Beispiel nach ISO 9001 durch den TÜV und die Überprüfung der fachlichen Anforderungen durch die medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Schließlich findet nach einem Jahr eine Rezertifizierung statt. Besteht ein Brustzentrum diese nicht, wird ihm das Zertifikat aberkannt. Nach der ersten erfolgreichen Rezertifizierung wiederholt sich diese alle drei Jahre.


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