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Okober 2005
Qualitätssicherung in der Mammadiagnostik: Konsensuspapier
zur ultraschallgesteuerten Vakuumbiopsie liegt vor
Die ultraschallgestützte, handgeführte Vakuumbiopsie ermöglicht eine schonende und sichere Gewebeentnahme unklarer Befunde der Brust. Das Biopsieverfahren eignet sich besonders zur Abklärung von Läsionen mit einem Durchmesser um 0,5 cm und gilt als Alternative zur offenen Biopsie bei weiter bestehendem Karzinomverdacht nach vorausgegangener Stanzbiopsie. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des interdisziplinären Konsensuspapiers zur ultraschallgesteuerten Vakuumbiopsie, das kürzlich von der Arbeitsgemeinschaft Minimalinvasive Mammainterventionen (AG MiMi) der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS), vorgelegt wurde. Das Konsensuspapier legt darüber hinaus auch die Indikation für eine diagnostisch-therapeutische Resektion gutartiger Befunde fest: dazu zählen intraduktale bzw. intrazystische Vegetationen, zum Beispiel singuläre Papillome sowie eindeutig benigne, aber symptomatische Befunde, wie Fibroadenome oder Zysten. Diese Indikationen sollten jedoch immer interdisziplinär diskutiert werden und nur an Mammazentren mit nachweisbarer Biopsierate, gemäß der Empfehlungen der Stufe-3-Leitlinie Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland durchgeführt werden (Schulz, K.-D.; Albert, U.-S. Zuckschwerdt 2003). „Wichtigstes Ziel ist die verlässliche Gewinnung des abzuklärenden Gewebes“, erklärt Dr. Ute Krainick-Strobel, Oberärztin am Universitäts-Brustzentrum Tübingen und Ko-Autorin des Konsensuspapiers, „das neue Konsensuspapier ermöglicht Ärztinnen und Ärzten ein qualitätsgesichertes Arbeiten und ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Diagnosesicherheit, von dem Frauen, die sich einer Biopsie unterziehen müssen, unmittelbar profitieren.“
Pressemitteilung 14. Oktober 2005 |
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