22.11.2019 | 2017

„ICH BIN DABEI! – Brustkrebs: Verstehen. Früh erkennen. Klug behandeln.“ – Aktionstag am 1. Juli 2017 von 11-16 Uhr auf dem Berliner Alexanderplatz

Vom ersten Kauf eines BHs, über die vollständige Entwicklung der Brust, bis hin zum Stillen eines Säuglings – die Brust einer Frau steht häufig im Mittelpunkt. Doch nur wenigen Frauen ist der Begriff Senologie geläufig. Dabei ist die Senologie (fr. le sein – die Brust) die Lehre der weiblichen Brust und beschäftigt sich mit all ihren Funktionen und Krankheitsbildern. Als medizinische Fachgesellschaft engagiert sich die Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) fortwährend für die Brustgesundheit von Frauen. Sie vereint alle ärztlichen und medizinischen Disziplinen, die sich mit der Brust beschäftigen: Gynäkologie, Innere Medizin, Radiologie, Pathologie, Radioonkologie sowie die (plastische) Chirurgie. Ein Senologe ist somit ein Brustspezialist, der Facharzt der zuvor genannten Disziplinen ist. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Wissenschaftlern der verschiedenen medizinischen Disziplinen ist ein besonderes Anliegen der DGS, infolgedessen sie die Fortbildungsakademie Deutsche Akademie für Senologie (DAS) gründete. Die Akademie bietet Ärztinnen und Ärzten ein interdisziplinäres Fortbildungsprogramm, bei dem die jeweiligen Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Brust erweitert werden und gleichzeitig die Kompetenz in den anderen Fachdisziplinen erhöht wird.

Um die wichtige Aufgabe und das Engagement der DGS auch den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen lädt Sie der Präsident der DGS, Prof. Rüdiger Schulz-Wendtland (Erlangen) sehr herzlich zu unserem Aktionstag „ICH BIN DABEI! – Brustkrebs: Verstehen. Früh erkennen. Klug behandeln.“ am 1. Juli 2017 in Berlin ein. Der Aktionstag findet im Rahmen der 37. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 in Berlin statt.
Bei dem Aktionstag auf dem Alexanderplatz haben Patientinnen und Interessierte die Möglichkeit in direkten Kontakt mit den zertifizierten Brustzentren Berlins und Brandenburgs, die sich gemeinsam mit Professoren, Ärzten, den Teams und engagierten Personen des öffentlichen Lebens präsentieren werden, zu treten. Es wird ein breites und spannendes Informationsprogramm zu Früherkennungstests, Gerätschaften, Vorgehensweisen, Betroffenenhilfe und vielem mehr geboten, sodass viele Fragen rund um die Thematiken Brustkrebs und die Früherkennung direkt vor Ort beantwortet werden können.

Mit über 70. 000 diagnostizierten Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frauen in Deutschland und steht im Mittelpunkt der fachlich-inhaltlichen Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Ein zentrales Ziel ist es, durch Forschung und Präventionsmaßnahmen, Neuerkrankungen zu vermeiden und die Schwere der Erkrankungen zu verringern. Denn bei rechtzeitiger Entdeckung und Behandlung ist die Erkrankung sehr gut therapierbar. Aus diesem Grund unterstützt die DGS das Mammographie-Screening als Früherkennungsmaßnahme. Die Mammographie eignet sich besonders als Brustkrebsfrüherkennung, da die Röntgenuntersuchung der Brust nicht tastbare Tumoren bereits in einem frühen Stadium sichtbar machen kann. Die Untersuchungen finden deutschlandweit in den insgesamt 95 Screening-Einheiten statt, die zum deutschen Mammographie-Screening-Programm gehören. Die Teilnahme am Programm zur Früherkennung von Brustkrebs ist in Deutschland freiwillig und für alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren möglich. Aufgrund der hohen Bedeutung der Früherkennung überlegt die DGS, eine Ausweitung des Screenings auf Frauen im Alter zwischen 40 und 74 Jahren anzuregen.
Neben dem Mammographie-Screening ist die Sonographie (Ultraschalluntersuchung) das wichtigste bildgebende Verfahren. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Patientinnen, bei denen keine genetische Vorbelastung vorliegt, müssen die Kosten einer Sonographie als Erstuntersuchung selbst tragen. Obwohl der Ultraschall ohne Röntgenstrahlungen auskommt, ist er als alleinige Maßnahme zur Brustkrebsfrüherkennung nicht geeignet, da typische Krebsvorstufen und sehr kleine Tumore kaum zu erkennen sind. Ergänzend zur Mammographie ist die Sonographie als Abklärung aber sinnvoll.

Um die Lebensqualität von Frauen mit Brustkrebs zu steigern und ihre Sterblichkeit zu senken, engagiert sich die DGS auch für eine stetig gute und qualitative Behandlung von Brustkrebs. Hierfür vergibt die DGS gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) das Zertifikat „Zertifiziertes Brustzentrum“. Ein Brustzentrum ist ein Netzwerk aus den verschiedenen Abteilungen der Senologie und niedergelassenen Ärzten bzw. eine Klinikabteilung, die sich aus den oben genannten Fachdisziplinen zusammensetzt. Das Brustzentrum beschäftigt sich mit der Erkrankung der weiblichen Brust und deren Behandlungsmöglichkeiten. Im Sinne des interdisziplinären Anspruchs der DGS wird die Patientin von Beginn an und langfristig von einem Team aus Spezialistinnen und Spezialisten unterschiedlichster Fachbereiche betreut. Das Zertifikat, das 2003 durch die DKG und die DGS entwickelt wurde, gewährleistet die Einhaltung wichtiger medizinischer Standards und Anforderungen.

Haben Sie weitere Fragen zu zertifizierten Brustzentren oder rund um das Thema Brustkrebs, dann kommen Sie am 1. Juli 2017 von 11:00 bis 16:00 Uhr zum Aktionstag „ICH BIN DABEI! – Brustkrebs: Verstehen. Früh erkennen. Klug behandeln.“ auf dem Berliner Alexanderplatz.

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